Neue Ansätze für digitale Werbung, nachdem Cookies von Drittanbietern nicht mehr existieren

Digitale Werbung ohne Cookies

Mit den neuesten von Google Ankündigung dass Cookies von Drittanbietern im Jahr 2023 auslaufen werden, um Google Topics zu starten, befindet sich die Welt der Cookies mitten in einer Entwicklung. Oder eine Kernschmelze, je nachdem, mit wem Sie sprechen.

Werbetreibende zappeln massenhaft, wenn eine Veränderung in der digitalen Welt angekündigt wird. Plötzlich gibt es weder Milch noch Brot im Lebensmittelgeschäft und Harmagedon steht bevor – so reagieren zumindest viele Werbetreibende. Angesichts der Tatsache, dass sich Millionen von Werbefachleuten derzeit auf Cookies von Drittanbietern für gezielte Werbung verlassen, wird Googles Ausstieg entweder eine große Katastrophe oder eine bahnbrechende Gelegenheit sein.

Eine ganz neue Cookie-freie Welt

Panische Sorgen über den Verlust fremder Daten in der Vergangenheit haben sich als Melodram erwiesen. Es erfordert jedoch Intelligenz, sich an Veränderungen anzupassen, und das Auslaufen von Cookies ist keine Ausnahme. Es ist wichtig zu überlegen, wie Werbestrategien angepasst werden können, damit Anzeigen ohne Cookies funktionieren.

Viele Unternehmen tun dies bereits. In Vorbereitung auf die Stilllegung von Drittanbieter-Cookies haben sich digitale Akteure monatelang gefragt, welche Lösungen in Zukunft am erfolgreichsten sein können. First-Party-Daten, universelle IDs und Google-Themen wurden bereits von mehreren Unternehmen als Lösungen ausprobiert, wobei Unternehmen entweder ihre Übereinstimmung finden oder das Schiff für eine andere Art der Werbung aufgeben.

Indem Sie jedes einzelne (entweder einzeln, in Kombination oder alle) testen, kann Ihr Unternehmen entscheiden, welches – wenn überhaupt – am vorteilhaftesten ist.

  1. Daten von Erstanbietern – Zurück zu den Grundlagen mit Daten von Erstanbietern kann einen Werbetreibenden nie in die Irre führen. Diese direkte Verbindung zu den Verbrauchern ist der zuverlässigste Weg, um zu wissen, wie man ein Zielpublikum vermarktet, und die meisten Medienfachleute wissen nicht, mit welch großem Schatz sie arbeiten müssen. Innerhalb eines Unternehmens können E-Mail-Listen, CRMs, Website-Downloads, soziale Medien, Kundenbefragungen und mehrere andere Möglichkeiten zum Sammeln von Daten vorhanden sein – ohne dass das Unternehmen Verbraucherinformationen aus anderen Quellen erwerben muss.
  2. Universelle IDs - Universelle IDs sind einzelne Kennungen, die einen Benutzer über mehrere Plattformen hinweg erkennen. Sie präsentieren zugelassenen Partnern Informationen, die mit diesem maskierten, unbekannten Benutzer verbunden sind. Im Gegensatz zu Cookies von Drittanbietern berücksichtigen universelle IDs die Datenschutzbedenken der Benutzer. Gleichzeitig können Werbetreibende eine ID mit First-Party-Informationen für die Anforderungen des gesamten digitalen Werbeökosystems erstellen und teilen. Diese ID kann in allen Medien verwendet werden: Soziale Kanäle, Google-Anzeigen, Display-Anzeigen, Bannerwerbung und digitales Fernsehen. Universelle IDs sind wie die Avengers aller digitalen Dinge, da sie eine individuelle Identifizierung in der gesamten Werbelieferkette ermöglichen, ohne Cookies zu synchronisieren.

    Aber es gibt einen Nachteil: Die Verwendung von universellen IDs zur Ausrichtung von Anzeigen ist teuer. Viele Marken und sogar Agenturen sehen sie nicht als Option an, weil ihre Budgets es ihnen nicht erlauben. Durch die Eingrenzung der Ziele auf individuelle Verhaltensweisen, die Identifizierung von Verbrauchern und das Verständnis ihrer einzigartigen Verbraucherreisen (und den Einsatz von KI zur Überwindung von Bedenken hinsichtlich personenbezogener Daten) können Werbetreibende ihre Botschaften an die Bedürfnisse der Verbraucher anpassen. Sie wiederum erfüllen ihre eigenen Bedürfnisse effektiver und effizienter.

  3. Platz machen für Google Topics … Vielleicht – Viele Werbetreibende dachten, eine allumfassende Lösung für die kekszerstörenden Nachrichten von Google würde sie retten (was ein bisschen ironisch ist, der Mörder und der Retter?). Viele dieser Werbetreibenden waren jedoch überrascht, wann Google kündigte dass es Federated Learning of Cohorts- oder FLoC-Initiativen aufgab, um sich der Themen-API zuzuwenden. Im Kern ist Topics das gleiche alte Kontext-Targeting, das bereits im Werbemarketing vorhanden ist – aber mit einem großen neuen Namen darüber geklebt. Wenig überraschend war das Lob für diese Lösung nur von kurzer Dauer.

    Themen scheinen nicht so toll zu sein, da sie derzeit auf der Google Ads-Plattform vorhanden sind. Werbetreibende sind nicht beeindruckt, und die Ergebnisse sind oft viel zu allgemein, um auch nur annähernd das Niveau der granularen Ausrichtung zu erreichen, an das sie gewöhnt sind. Aus diesem Grund sind Werbetreibende sehr daran interessiert, welche neuen Entwicklungen tatsächlich von diesem Retter des taktischen Targetings ausgehen können.

Die Post-Cookies-Zukunft ist immer noch ziemlich rosig

Das Zurückziehen von Cookies durch Google wird keine Apokalypse herbeiführen. Neuere, ausgefeiltere Targeting-Methoden bieten Agenturen und Medienfachleuten hervorragende Möglichkeiten, Anzeigen erfolgreich online auf Verbraucher auszurichten. Ob Kontext-Targeting, First-Party-Daten oder eine ganz andere Methode, die genaue Methode wird eine Herausforderung sein, die nur mit Einfallsreichtum und Innovation bewältigt werden kann.

Mit großen Daten kommt große Macht. Wir werden immer noch in der Lage sein, zu zielen; es wird nur für jedes Unternehmen ein wenig anders aussehen. Ein sofortiger Start ist jedoch die beste Gelegenheit, um Fahrt aufzunehmen, also zögern Sie nicht.

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